Die Rhönradriege

Das Turngerät

Mit dem Rhönrad können drei verschiedene Disziplinen geturnt werden, Geradeturnen, Spirale und Sprung.

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Beim Geradeturnen rollt das Rad auf beiden Reifen und es werden verschiedene Übungen geturnt. Durch Verlagerung des Körperschwerpunktes des Turners wird das Rhönrad bewegt. Die Übungen werden entweder mit beiden Füssen in den Bindungen, mit nur einem Fuss in der Bindung oder ohne Bindungen ausgeführt. An den Wettkämpfen turnt man eine Kür, bei der mehrere verschiedene Übungen aneinander gereiht werden und mit einem Abgang beendet wird. Je schwierigere Übungen man in der Kür turnt, desto höher ist der Schwierigkeitsgrad der Kür und desto mehr Punkte kann man schlussendlich zur Bewertung holen. Aktive Turner turnen ihre Kür mit Musik.

Beim Spiraleturnen wird das Rad vom Turner angekippt, wobei sich das Rad dann nur noch auf einem Reifen bewegt. Eine Kür besteht aus verschiedenen Übungen in der grossen Spirale (Neigungswinkel des Rades 60°) und mindestens zwei Übungen in der kleinen Spirale (Neigungswinkel des Rades 30°) und mit einem Abgang am Schluss. In dieser Disziplin ist sehr viel Körperspannung, Kraft und Gleichgewicht gefragt, damit sich das Rad schön gleichmässig und ruhig bewegt. Wird mit zu wenig Schwung geturnt, kann es sein, dass das Rad zu Boden geht, mit zu viel Schwung kann sich das Rad wieder ganz auf beide Reifen aufstellen.

Beim Sprung gibt der Turner dem Rad Schwung und springt mit Anlauf auf das Rad. Dies geschieht entweder in der Hock-, Grätsch-oder Standvariante. Nun kann der Turner mit verschiedenen Sprüngen vom Rad auf die Matte springen. Dies kann zum Beispiel ein Streck-oder Grätschsprung, ein Salto oder ein Überschlag sein. Beim Sprung hat der Turner zwei Versuche – der bessere kommt in die Wertung.

Es gibt auch weitere Disziplinen mit Musik. Zum Beispiel in einem Paarturnen, wenn zwei Turner zusammen in einem Rad Übungen zur Musik turnen. Das Paarturnen kann show- oder wettkampfmässig geturnt werden.
Es gibt aber auch das Vereinsturnen, das zu Musik geturnt wird. Bei diesem turnen mindestens 6 Turner mit 3 Rädern. Dabei werden die Übungen so synchron wie möglich und passend zur Musik ausgeführt.

Die Rhönradriege

Unsere Riege besteht aus ca. 35 aktiven Mitgliedern im Alter von 8 bis 30 Jahren (gibt auch ein paar Ausnahmen – unsere „Gründer“).

stvb_rhoenrad_steckbrief_2014120519490002Patricia Odermatt, Janine Zimmermann / hinten: Chantal Kuster, Tamara Wälti / sitzend: Petra Käslin, Blanca Höhener
Wir bieten zwei Trainings für die Einzelturnerinnen an, welche im Schulalter sind. Zudem habenwir zwei Gruppen (Jugend und Aktive) im Vereinsturnen.

Vorkenntnisse braucht es für das Rhönradturnen nicht – ein wenig Mut kann jedoch helfen. Kraft, Körperspannung, Gleichgewicht, Ganzkörperfitness und Radgefühl wird in den einzelnen Trainings immer weiter entwickelt. Jedoch müssen die Turner bei uns im STV Buochs mindestens 1.30m sein, sodass sie im kleinsten Rhönrad turnen können.

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Ramona Suter, Aline Christen, Marlene Käslin, Angela Gisler, Janine Zimmermann, Alessandra Lussi, vorne: Tamara Wälti, Mirjam Jenni

Das Schöne beim Rhönradsport ist, dass man einerseits für sich selber ehrgeizig trainieren kann um seine Kür stetig zu verbessern und schwieriger zu gestalten. Andererseits spielt der Teamgeist eine sehr grosse Rolle, wenn man beim Vereinsturnen mitturnt, wo man auf jeden Turner angewiesen ist und alle zusammen das Gleiche turnen. Es muss aufeinander geachtet werden, um das Programm immer weiter zu optimieren. Beim Vereinsturnen ist es wichtig, dass die Turner bereits einige Jahre Erfahrung im Rhönradturnen haben und die Übungen kennen.

Training

Im Training werden immer zuerst gemeinsam alle benötigten Räder aus dem Abstellraum getragen und zusammengeschraubt. Anschliessend folgt das Aufwärmen. Dabei wird darauf geachtet dass eine gute Abwechslung durch Ausdauerübungen, Spiel und Spass, Kraftübungen und Dehnen entsteht. Danach folgt das eigentliche Training:

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In den Einzeltrainings sind jeweils 8 bis 12 Turnerinnen anwesend und zwei bis drei Leiterinnen. Es wird am Dienstag- und Freitagabend ein Einzeltraining angeboten, in welchem die Disziplinen Gerade und Sprung geübt werden. Für die Spirale haben wir in Buochs nicht den geeigneten Boden und auch zu wenig Kapazitäten zum Üben. Eine Turnerin wird entweder der Dienstags- oder Freitagsgruppe zugeteilt und an diesem Tag wird sie die Möglichkeit haben, mit einer der Leiterinnen ihre Kür zu üben oder neue Übungen zu lernen. Die Turnerinnen haben aber auch die Möglichkeit, am zweiten Abend (also da wo sie nicht der Gruppe zugeteilt sind) das Training zu besuchen. Es gibt auch viele Übungen, die zu zweit im Rad geturnt werden können, was grossen Spass macht. Die Turnerinnen können sich gegenseitig unterstützen oder Hilfestellungen geben beim Trainieren einer Kür.

Beim Vereinsturnen werden einzelne Übungen angeschaut und geübt. Da die Synchronität sehr wichtig ist, muss unbedingt das ganze Programm definiert und immer wieder zusammen geübt werden. Das Wichtigste ist, dass das Programm am Schluss zur Musik passend geturnt werden kann. Durch Höhepunkte und Posen wird das Programm verschönert. Verschiedene Aufstellungen der Räder bringen mehr Spannung und Risiko in das Programm.

Wir sind ein grosses Leiterteam. Er besteht aus 8 J+S- und 7 Hilfsleiterinnen. Unsere Riege ist bestrebt, dass unsere Hilfsleiterinnen den J+S-Leiterkurs absolvieren, dass wir den Turnerinnen ein anspruchsvolles Training bieten können. Alle zwei Jahre besuchen die Leiterinnen einen Fortbildungskurs. Davon wird viel profitiert. Auch an diversen Wettkämpfen können neue Eindrücke in die Turnhalle genommen werden. Die Leiterinnen sind motiviert neue Übungen und Programme einzustudieren.

Neben den Trainings sollte auch der Zusammenhalt unter den Turnerinnen gefördert werden. Nach den Sommerferien wird ein gemeinsames Bräteln am Buochser See organisiert, wo man die Gelegenheit hat, sich auch ausserhalb der Turnhalle auszutauschen. Zudem werden in Phasen, an denen gerade kein Wettkampf ansteht, zur Abwechslung auch Spielstunden durchgeführt, wo man sich beim Fussball oder Korbball vergnügen kann.

Wettkämpfe

Die Einzelturnerinnen haben die Möglichkeit, pro Jahr an zwei bis drei Wettkämpfen teilzunehmen. Man kann sich für eine, zwei, oder alle drei Disziplinen anmelden. Wenn man sich entscheidet, die Disziplinen Gerade, Sprung und Spirale wettkampfmässig zu turnen, meldet man sich für den sogenannten „Dreikampf“ an. Anschliessend werden alle Noten zusammengezählt.

Beim Geradeturnen wird die Kür, die aus mindestens acht Elementen und einem Abgang besteht, geturnt. Gleich anschliessend erhält der Turner von den Wertungsrichtern eine Benotung, die aus dem Schwierigkeitsgrad der Elemente und der Ausführung entsteht. Das Ziel ist, dass der Leiter das Rad oder der Turner nicht berührt oder der Turner keinen Sturz (fällt während eines Elements auf den Boden) hat. Falls doch, gibt es grosse Abzüge.

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Unsere Wertungsrichter: Ramona Bünter, Stefanie Gehrig, Ramona Suter, Eveline Hess , Janine Zimmermann, Kobi Barmettler, Chantal Kuster